Im Kakteenhaus steht ein seltenes Blühereignis bevor. Eine Agave beauleriana treibt seit Mitte April einen Blütenstand. Anfangs war ein täglicher Zuwachs von 15-20 cm zu verzeichnen. Das Wachstum des schon über drei Meter hohen Stengels hat sich inzwischen verlangsamt. In wenigen Wochen wird sich der kandelaberartige Blütenstand entfalten.
Zuletzt hat eine ähnlich große Agave vor fünf Jahren im Kakteenhaus geblüht, allerdings für die Öffentlichkeit verborgen, denn im Jahr 2010 waren die Gewächshäuser wegen Bauarbeiten für 8 Monate geschlossen.
Agaven blühen nur einmalig, nach der Blüten- und Fruchtbildung stirbt die Blattrosette ab. Oft werden jedoch sich verselbständigende Seitentriebe („Kindel“) gebildet.
Bei den großen Agavenarten kann es 50 bis 100 Jahre dauern, bis eine Pflanze blüht. Dieses Exemplar ist ca. 50 Jahre alt.
Von Agave beauleriana sind keine natürlichen Vorkommen bekannt, vermutlich liegt ihr Ursprung in Mexiko. Sie wird häufig als Zierpflanze verwendet und ist in der Karibik und im Mittelmeergebiet verwildert. Möglicherweise handelt es sich gar nicht um eine Art, sondern lediglich um eine Hybride oder eine Form von Agave americana.




In das neugestaltete Terrarium sind drei madagassische Tag-Geckos eingezogen.




Im Froschterrarium in den Gruson-Gewächshäusern sind neue Bewohner eingezogen. Neben den orangegelben Schrecklichen Pfeilgiftfröschen (Phyllobates terribilis) und den schwarz-gelb-blauen Färberfröschen (Dendrobates tinctorius) sind hier nun auch vier Jungtiere des Azurblauen Baumsteigers zu Hause. Die leuchtend dunkelblauen, schwarz gepunkteten Tiere fühlen sich offensichtlich in ihrer neuen Heimat wohl, sie erkunden mutig alle Winkel ihres Mini-Urwalds im Terrarium. Der Azurblaue Baumsteiger gilt nach neueren wissenschaftlichen Erkenntnissen nicht mehr als eigenständige Art, sondern als eine Farbvariante des Färberfroschs. Seine Heimat liegt im nordöstlichen Südamerika.