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Das neue Farnhaus nimmt Gestalt an

Im Farnhaus schreitet der Innenausbau weiter voran, sodass man inzwischen schon einen guten Eindruck gewinnen kann, wie das Haus nach der Fertigstellung aussehen wird. Der Fußboden ist fast vollständig wiederhergestellt und die Einfassung für das Pflanzbeet entlang der Längsseite wurde aus Naturstein-Palisaden gesetzt. Die Unterkonstruktion für die Vorhangfassade an der rückseitigen Innenwand ist nach langer Verzögerung nun montiert und die Fassaden-Elemente aus Beton wurden geliefert, sodass ab kommender Woche die Betonplatten angebracht werden können. Die außenliegende Verschattung aus Aluminiumlamellen wurde auf das Farnhausdach montiert. Die Heizkörper wurden angeschlossen und sind nun betriebsbereit.

Am ehemaligen Kakteenhaus und Wintergarten wurde weiter an der Verglasung gearbeitet. Wegen der aufwändigen Anbindung an die bestehenden Häuser werden sich die Arbeiten durch die Gewächshausbaufirma aber voraussichtlich noch bis Ende Juni hinziehen. Inzwischen wurde aber schon mit der Elektroinstallation begonnen.

Eine kleinere Planänderung ist beim Einbau der Regenwasserzisterne erforderlich geworden, da die Baugrube wegen des unerwartet lockeren sandigen Untergrunds instabil ist. Hieraus ergibt sich wiederum eine Verschiebung des Zeitplans. Sofern keine weiteren Verzögerungen eintreten, gehen wir zurzeit von einer Wiedereröffnung der Gewächshäuser Ende September oder Anfang Oktober aus.

Der Bau geht voran – aber langsamer als geplant

Momentan gibt es in mehreren Gewerken Verzögerungen. Die Elektroinstallation in den Sukkulentenhäusern kann wegen Personalengpässen erst in der zweiten Hälfte des Monats Mai erfolgen. Dadurch verschiebt sich auch der Wege- und Landschaftsbau in diesem Bereich. Die Gewächshausbauer müssen wegen Quarantäneanordnungen für einzelne Mitarbeiter in verringerter Personalstärke arbeiten. Die Montage der Innenfassade im Farnhaus verschiebt sich weiter, weil die Unterkonstruktion für die Fassadenelemente noch nicht geliefert worden ist. Wegen der immer wieder auftretenden unvorhersehbaren Terminverschiebungen bei den ausführenden Firmen kann noch kein Datum für die Wiedereröffnung festgelegt werden.

Zurzeit wird noch an den Anbindungen der neuen Sukkulentenhäuser an den alten Bestand gearbeitet. Die Fassaden sind bis auf wenige fehlende Scheiben verglast, einschließlich der Zwischenwand zwischen dem ehemaligen Kakteenhaus und Wintergarten. Das Foto zeigt einen Blick in das künftige Schauhaus für die Trockenen Tropen (ehemals Wintergarten). Im Farnhaus wurde heute ein neues Pflanzbeet unter der Galerie aufgemauert. Drei Fensterfelder der Innenwand zwischen Palmenhaus und Farnhaus unterhalb der Galerie wurden mit Mauerwerk ausgefüllt, um dann auf der Farnhausseite eine vertikale Kunstfelsenlandschaft einzubauen. Die Galerie steht im Rohbau, es fehlen aber noch das Geländer, der Gussasphalt und die Anbindung an den Treppenturm im Palmenhaus. Das neue Überwinterungshaus neben dem Farnhaus ist komplett verglast, einschließlich einer neuen Außentür. Hier wird auch ein Teil der Gewächshaustechnik untergebracht – ein neuer Schaltschrank für die Steuerung der Farnhaus-Lüftung wurde bereits in Betrieb genommen.

Innenausbau des Farnhauses geht voran

Nachdem die Gebäudehülle des Farnhauses und die Anbindung an das Palmenhaus fertiggestellt sind, sind verschiedene Gewerke mit dem Innenausbau beschäftigt. Aktuell wird der Stahlbau für die Galerie ausgeführt. Die zweite Ebene wird vom Treppenturm im benachbarten Palmenhaus aus begehbar sein. Außerdem hat die Sanierung des stark beschädigten Natursteinfußbodens und der Beton-Pflanzgefäße begonnen. Die Heizkörper sind montiert und werden demnächst angeschlossen. Als nächstes wird dann die Innenfassade der Rückwand aus Betonelementen montiert, die denkmalschutzgerecht nach dem Vorbild der bisherigen Fassade aus den 1970er Jahren gestaltet wird.

Bei den Sukkulentenhäusern sind die Dachflächen fast vollständig verglast, und der Betonsockel ist fertiggestellt. Mit der Anbindung der neuen Häuser an das bestehende Palmenhaus wurde bereits begonnen. Ab kommender Woche sollen auch die Fassaden verglast werden. Vor den Lüftungsklappen im Dach wurden Volierengitter aus Edelstahl angebracht. Damit wird die Voraussetzung dafür geschaffen, später in den Häusern frei fliegende exotische Vögel zu halten.

125 Jahre Gruson-Gewächshäuser

Vor genau 125 Jahren, am 12. April 1896, wurden die „Gewächs- und Palmenhäuser der Stadt Magdeburg“ am Friedrich-Wilhelms-Garten, dem heutigen Klosterbergegarten, eröffnet. Nach Hermann Grusons Tod am 30. Januar 1895 gingen seine Gewächshäuser mit der exotischen Pflanzensammlung ins Eigentum der Stadt Magdeburg über. In weniger als einem Jahr, zwischen Sommer 1895 und Frühjahr 1896, wurden die Schauhäuser am heutigen Standort errichtet. Schon damals gehörten auch Aquarien dazu. Magdeburg hat damit eines der ältesten, möglicherweise sogar das älteste öffentliche Schau-Aquarium der Welt, das noch am ursprünglichen Standort existiert.
Die zu diesem Anlass geplanten Feierlichkeiten werden wegen der Bauverzögerungen und wegen der Pandemie zu einem späteren Zeitpunkt nachgeholt.

200. Geburtstag Hermann Grusons

Vor 200 Jahren, am 13. März 1821 wurde Hermann Gruson in Magdeburg geboren. Die eigentlich aus diesem Anlass geplante Tagung mit einem Festvortrag muss wegen der Pandemie auf den 8.-9. Oktober 2021 verschoben werden.
Im kleinen Rahmen wurde der Geburtstag Hermann Grusons dennoch begangen. Der Oberbürgermeister Lutz Trümper, der Vorsitzende des Magdeburger Bezirksvereins im Verein Deutscher Ingenieure Rüdiger Bähr und Roswitha Gerber, die sich als Mitglied im Förderverein der Gruson-Gewächshäuser intensiv mit der Familiengeschichte und Person Hermann Grusons befasst, haben am Grab auf dem Südfriedhof in Redebeiträgen die Verdienste des großen Ingenieurs, Pflanzensammlers, Unternehmers, Mäzens und Magdebuger Ehrenbürgers gewürdigt. Anwesend waren außerdem unter anderem der Leiter der Gruson-Gewächshäuser Ludwig Martins, der Vorsitzende des Fördervereins der Gruson-Gewächshäuser Matthias Schielke und mehrere Mitglieder des Fördervereins. Der städtische Eigenbetrieb Stadtgarten und Friedhöfe hatte das Grabmal zuvor gesichert und teilsaniert und fehlende Bronzeteile ergänzen lassen.

Glas für das Kakteenhausdach

Seit dem 22. Februar wird nach der witterungsbedingten Pause wieder auf der Baustelle gearbeitet.
Das Glas für die Dächer der Sukkulentenhäuser (ehemals Kakteenhaus und Wintergarten) wurde am 8. März geliefert und wird ab kommender Woche eingebaut. In dieser Woche werden noch die Vorbereitungen dafür getroffen, indem die Sprossen und die Wartungsstege montiert werden. Parallel dazu werden die Bewehrung und die Verschalung für den Betonsockel montiert.
Im Farnhaus wird noch an der Anbindung an das Palmenhaus gearbeitet. Im Inneren sind die Motoren für die Lüftungsklappen, Beleuchtung, Ventilatoren für die Luftumwälzung und teilweise Wasserleitungen installiert worden. Es fehlen noch die Heizungsinstallation, der Einbau der Galerie, die Fassade der Betonrückwand, die Sanierung des Natursteinfußbodens, Teile der Elektro- und Wasserinstallation und die Außenschattierung auf dem Dach. Die provisorische Einhausung für den großen Palmfarn im Farnhaus wurde zurückgebaut, sodass er wieder mehr Licht bekommt.

Die ursprünglich für den 13. März – den 200. Geburtstag Hermann Grusons – geplante Wiedereröffnung kann erst im Sommer dieses Jahres gefeiert werden. Viele Faktoren haben zu kleinen Verzögerungen geführt, die sich nun auf mehrere Monate aufsummieren. Die größte Verzögerung entstand, weil ein neuer Glaslieferant gefunden werden musste, der erst die Produktion auf die Spezialgläser umstellen musste, nachdem kurzfristig der ursprünglich beauftragte Hersteller abgesprungen war. Eine Rolle spielte auch, dass mehrere Firmen infolge der Corona-Pandemie zeitweilig mit verringerter Personalstärke arbeiten mussten oder mit Lieferschwierigkeiten ihrer Zulieferer zu kämpfen hatten. Die Verzögerungen führten dazu, dass die Gebäudehülle im Winter noch nicht fertig war, dadurch der eigentlich in der Zeit geplante Innenausbau noch nicht ausgeführt werden konnte und die Baustelle witterungsbedingt für zwei Wochen im Februar komplett ruhen musste.

Frost behindert Weiterbau

Wegen des strengen Winterwetters müssen die Baumaßnahmen an den neuen Schauhäusern eine Zwangspause einlegen. Bis zum 4. Februar wurde der Stahlbau für die beiden Sukkulentenhäuser weitestgehend fertiggestellt, sodass bei entsprechender Witterung mit der Dachverglasung begonnen werden kann. In diesen Häusern fehlt noch der Sockel, der aber erst bei zuverlässig frostfreier Witterung betoniert werden kann. Das Winterwetter verzögert deshalb den gesamten Bauablaufplan.
Im Farnhaus ist die Elektroinstallation zum großen Teil erfolgt. Der Anschluss der Gebäudehülle an den Bestand des Mittelmeerhauses ist fast fertiggestellt. Die Anbindung an das Palmenhaus wurde begonnen: Einige Glasfelder aus der Palmenhausfassade wurden ausgebaut und der Stahlträger, der das alte Farnhausdach mit dem Palmenhaus verbunden hatte, herausgetrennt. Zum Schutz des Pflanzenbestands im Palmenhaus wurde auf der Innenseite der Palmenhausfassade eine provisorische wärmeisolierende Schutzwand aufgestellt. Aufgrund der Witterung mussten auch hier die Arbeiten unterbrochen werden.
Das Dach der provisorischen Einhausung für die Agave und die großen Kakteen wurde in der vergangenen Woche verstärkt und hat der Schneelast standgehalten, und das mobile Heizgerät hält die Temperatur im Inneren zuverlässig bei ca. 10°C, sodass für die wertvollen Großpflanzen keine akute Gefahr besteht.

Gewächshausbau nimmt Fahrt auf

 

Nachdem der Bau im November eher schleppend voranging, wurde am 7. Dezember mit der Montage der Stahlkonstruktion für die Sukkulentenhäuser begonnen, zunächst für das warme Sukkulentenhaus (ehemaliger Wintergarten). Der Stahl-Rohbau soll noch in diesem Jahr stehen. Die Verglasung des Farnhauses ist in den vergangenen zwei Wochen fast fertiggestellt worden, hier werden momentan die Abdeckleisten auf die Sprossen montiert. Noch in dieser Woche wird im Farnhaus eine provisorische Heizung in Betrieb genommen, so dass die im Haus verbliebenen Pflanzen zuverlässig mit Wärme versorgt werden und der Innenausbau beginnen kann. Zunächst soll die Elektro-Installation für Beleuchtung und Gewächshaustechnik vorbereitet werden. Die provisorischen Einhausungen für die großen Farne bleiben vorerst noch bestehen, weil das Farnhaus im Januar noch einmal teilweise geöffnet werden muss, um den Anschluss an das Palmenhaus herzustellen.

Verglasung des Farnhauses hat begonnen

Nachdem am 19. November das Glas für das Farnhauses geliefert wurde, hat heute der Einbau begonnen. In den vergangenen Wochen wurden die Vorbereitungen dafür getroffen, indem die Sprossen, Gummidichtungen und Wartungsgänge montiert wurden. Die Montage der etwa 600 Quadratmeter Glas soll in nur zwei Wochen weitestgehend fertiggestellt sein. Nur die Anbindung an das bestehende Palmenhaus ist aufwändiger und wird danach etwas längere Zeit in Anspruch nehmen.

Neue Pflanzenetiketten

Die baubedingte Schließzeit der Gewächshäuser wird auch dazu genutzt, neue Pflanzenschilder herzustellen. Es wurde in einer Lasergraviermaschine investiert. Damit können die Schilder in einem Arbeitsschritt auf beliebige Größe zugeschnitten und beschriftet werden. Die Schilder werden dann auf abgewinkelte Flachstäbe aus Aluminium geklebt. Im Ergebnis sind die neuen Etiketten optisch ansprechender, gerade bei kleinen Etiketten besser lesbar und nahezu unbegrenzt haltbar. Die Schilder bestehen aus einem zweischichtigen Kunststoff (Acryl-Laminat) mit einer schwarzen Trägerschicht und einer elfenbeinfarbenen Deckschicht. Die schwarze Schrift entsteht, indem die helle Schicht durch einen Laserstrahl entfernt wird. Neben dem wissenschaftlichen und dem deutschen Pflanzennamen werden auf dem Etikett auch das natürliche Verbreitungsgebiet, die Pflanzenfamilie und die Akzessionsnummer angegeben. Zusatzinformationen werden als Piktogramm dargestellt, z.B. bedrohte Arten, Giftpflanzen, Nutzpflanzen oder Arten aus dem historischen Bestand von Hermann Gruson. Die ersten Etiketten wurden heute gesteckt.
Die bisherigen Etiketten waren zwar preiswerter und einfacher zu produzieren, hatten aber viele Nachteile: Es waren nur wenige Größen verfügbar, die kleinen Stecketiketten waren sehr dünn und ließen sich deshalb schlecht in die Erde stecken, die raue Oberfläche ließ sich nur schwer von Schmutz und Algenbewuchs befreien, und nach wenigen Jahren wurden sie unleserlich und mussten erneuert werden.